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Gewalt
im Namen der Ehre/
Zwangsverheiratung
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Zuwendungsgeber:

Baden-Württemberg

Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

European Union
Mit Unterstützung
der Europäischen Union

Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

 

papatya - anonyme Kriseneinrichtung für Mädchen und junge Frauen mit Migrantionshintergrund
Mädchen mit Mütze Mädchen mit Kopftuch lachendes Mädchen Mädchen mit Kaffetasse lachendes Mädchen Mädchen mit Schleier

PAPATYA bietet Schutz und Hilfe für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.

Die anonyme Krisen- und Übergangseinrichtung PAPATYA wurde 1986 gegründet und feierte 2016 ihr 30-jähriges Bestehen.

Mehr als 1.800 Mädchen und junge Frauen fanden bereits Schutz in unserer Kriseneinrichtung.

Wir sind ein interkulturelles Team von türkischen, kurdischen und deutschen Sozialpädagoginnen und einer Psychologin, die die Mädchen rund um die Uhr betreuen.

Die Kriseneinrichtung PAPATYA nimmt Mädchen im Alter von 13 bis 21 Jahren auf, die Aufnahme von Minderjährigen erfolgt nach § 42 KJHG. Die Mädchen können für eine Übergangszeit von bis zu 2 Monaten, in Ausnahmefällen auch länger bei uns wohnen.

In Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und anderen Institutionen entwickeln wir, gemeinsam mit den Mädchen, eine individuelle Lösung ihrer familiären Probleme und eine weitere Lebensperspektive. Das kann die Rückkehr zu Eltern oder Verwandten, eine Unterbringung in einem Heim, einer WG oder einer einzelbetreuten Wohnung innerhalb und, wenn nötig, auch außerhalb Berlins sein.

Wer kann sich an uns wenden?

Mädchen, die eine sichere und anonyme Zuflucht brauchen weil sie:

  • von ihren Familien unter Druck gesetzt werden, z.B. durch Ausgangs- oder Schulverbote
  • von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind
  • von Gewalt im Namen der sogenannten „Ehre” betroffen sind
  • schwanger sind
  • lesbisch sind
  • unter Misshandlungen und/oder sexueller Gewalt leiden
  • befürchten in ihr Herkunftsland geschickt zu werden
  • Alle, die in ihrer Arbeit mit dieser Problematik konfrontiert sind und Information und Beratung suchen

Was bietet PAPATYA?

Schutz – PAPATYA bietet verfolgten Mädchen einen geschützten Raum, an dem sie die notwendige Ruhe zum Nachdenken und Schutz vor Bedrohung und Verfolgung finden. Zu diesem Zweck halten wir unsere Adresse und Telefonnummer geheim.

Unterbringung und Versorgung – Wir bieten acht Mädchen in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern eine Unterbringung in familiärer Atmosphäre. Mädchen die überstürzt von Zuhause weglaufen mussten, werden von uns mit allem Notwendigen versorgt. Unsere Hauswirtschafterin kümmert sich um das leibliche Wohl der Mädchen und gestaltet gemeinsam mit dem Team einen strukturierten Tagesablauf in der Kriseneinrichtung.

Konfliktlösung – Wir begleiten und unterstützen die Mädchen in der Auseinandersetzung mit ihrer Familie und bieten dem Einzelfall angemessene Beratung und Betreuung.

Perspektive – Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung der Mädchen bei ihrer weiteren Lebensplanung. Dies beinhaltet je nach Einzelfall auch die Hilfe bei ausländerrechtlichen Angelegenheiten, die Weitervermittlung an Beratungsangebote anderer Organisationen und Hilfe bezüglich der Entwicklung schulischer bzw. beruflicher Perspektiven. Wir begleiten die Mädchen bei der Suche nach einer geeigneten, dauerhaften und wenn nötig auch anonymen Wohnmöglichkeit.

Die Kontaktaufnahme erfolgt über:
JUGENDNOTDIENST
Mindener Straße 14
10589 Berlin-Charlottenburg
Telefon +49 (0)30 - 61 00 62

MÄDCHENNOTDIENST
Telefon +49 (0)30 - 61 00 63

und/oder die zuständigen Jugendämter der Bezirke

oder: info@papatya.org